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Die KassenSichV

Die Kassensicherungsverordnung 2020 in 3 Punkten

 

Das neue Kassengesetz schreibt grundsätzlich 3 neue Anforderungen an sämtliche elektronische Aufzeichnungs- und Kassensysteme vor und regelt neue Pflichten bei der Kassenführung:

  1. Alle Geschäftsvorfälle müssen mit Belegen nachgewiesen werden und den Gästen und Kunden zur Verfügung gestellt werden (Belegausgabepflicht).
  2. Alle Aufzeichnungs- und Kassensysteme müssen über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen – kurz TSE. Die TSE sorgt dafür dass jederzeit eine fehlerfreie Datenübermittlung von Grundaufzeichnungen an das Finanzamt möglich ist.
  3. Alle elektronischen Kassen die über eine TSE verfügen, müssen beim Finanzamt gemeldet werden (Kassenmeldepflicht).

Das bedeutet für die Gastronomie und den Handel in Deutschland: Spätestens ab Ende September 2020 müssen alle Kassensysteme in Deutschland angepasst sein. Außerdem müssen Sie sich seit dem              1. Januar 2020 an die Belegausgabepflicht halten und in Zukunft der Kassenmeldepflicht nachgehen.

Im Folgenden erklären wir Ihnen was im Detail hinter den einzelnen Anforderungen der Kassensicherungsverordnung steckt.

 

Was ist die Belegausgabepflicht?

Seit dem 1. Januar 2020 gilt dass alle Betriebe die mit einem elektronischen Kassensystem arbeiten zur Belegausgabe verpflichtet sind. Das bedeutet für Sie als Unternehmer dass Sie ihren Gästen/Kunden zu jedem Geschäftsfall einen Beleg zur Verfügung stellen müssen. Dabei ist der Gast/Kunde jedoch nicht dazu verpflichtet diesen auch mitzunehmen! Außerdem besteht die Möglichkeit Belege klassisch in Papierform oder aber auch digital zur Verfügung zu stellen. Bei der Belegausgabepflicht handelt es sich um eine wichtige Maßnahme zum Dokumentieren von getätigten Verkäufen, damit Geschäftsvorfälle nachträglich nicht storniert werden können.

Gut zu wissen: Aus Gründen der Zumutbarkeit besteht im Einzelfall die Möglichkeit, sich von der Belegausgabepflicht befreien uns zu lassen. Hierfür müssen Sie sich als Gastronom an das Finanzamt wenden. Allerdings ist die Chance auf eine Befreiung erfahrungsgemäß recht gering.

 

Was ist die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung?

Die Kassensicherungsverordnung schreibt vor, dass alle digitalen Kassensysteme über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen müssen. Die TSE soll sicherstellen dass Einzelaufnahmen  die mit einer digitalen Kasse getätigt werden, nachträglich nicht manipuliert werden können. Das heißt, dass die Daten so aufgezeichnet und erfasst werden sollen dass es im Nachhinein nicht mehr möglich ist, diese zu ändern oder gar zu löschen.

 

So funktioniert die technische Sicherheitseinrichtung:

Die Registrierkasse schickt alle Daten unmittelbar an die TSE. Damit wird vermieden dass Daten im Aufzeichnungssystem nachträglich unbemerkt verändert und manipuliert werden. Die TSE besteht dabei aus drei Bestandteilen: dem Sicherheitsmodul, dem Speichermedium und der digitalen Schnittstelle.        Wie funktionieren die einzelnen Bestandteile der TSE?

1. Das Sicherheitsmodul

Das Sicherheitsmodul setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Der SMA (Secure Module Application) und der CSP (Crypto Service Provider). Es sorgt dafür dass die erfassten Grundaufzeichnungen im Aufzeichnungssystem so gesichert werden, dass diese nicht mehr unbemerkt verändert oder gelöscht werden können.

2. Das Speichermedium

Das Speichermedium ist dafür verantwortlich dass die Grundaufzeichnungen im Aufzeichnungssystem für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gespeichert werden.

3. Die digitale Schnittstelle

Die digitale Schnittstelle sorgt dafür dass jederzeit eine reibungslose Übertragung aller Daten von der Kasse an das Finanzamt gewährleistet ist.